Waldschutzprojekt Madre de Dios in Peru

Regenwälder – die grünen Lungen der Erde. Gemeinsam sind sie für etwa 40 % des Sauerstoffs in der Luft verantwortlich, sorgen für höchste biologische Vielfalt und speichern außerdem noch jede Menge Kohlendioxid (CO2).

Rund ein Fünftel der globalen Treibhausgasemissionen entsteht durch die Rodung und Schädigung von Wäldern. Wenn Bäume gefällt werden, können sie kein Kohlenstoffdioxid mehr binden, und das bisher von ihnen gebundene CO2 wird wieder freigesetzt. Daher ist es besonders wichtig, nicht nur für Aufforstung zu sorgen, sondern auch den kontinuierlichen Waldverlust zu stoppen. 

Bäume als Klimaretter?

Nach wie vor ist das Einsparen von Emissionen der wichtigste Schritt, wenn es um den Klimaschutz geht. Dennoch gilt: Bäume sind von großer Bedeutung, denn sie binden die vorhandenen CO2-Emissionen. Im Prozess der Fotosynthese entziehen sie der Erdatmosphäre Kohlendioxid, wandeln es in Kohlenstoffverbindungen und Sauerstoff um und binden es so in ihren Ästen, Stämmen, Blättern und Wurzeln. Die Speichermenge pro Baum ist dabei abhängig von der Holzmasse und -dichte. Auch das Alter der Bäume spielt eine entscheidende Rolle, denn sehr junge Wälder speichern weniger CO2 als alte Wälder.
Ein wahrer Speicherheld sind die tropischen Wälder. Sie wachsen viel schneller als Wälder in unseren Breitengraden und können so in kürzerer Zeit mehr CO2 aufnehmen.

Aus diesem Grund setzen wir uns für das Waldschutzprojekt Madre de Dios in Peru ein. Hier investieren wir über ClimatePartner rund 50 % unserer Kompensation. Aufgrund der geografischen Nähe zu unseren peruanischen Bananenbauern liegt uns dieses Projekt ganz besonders am Herzen.

Schutz für ein bedrohtes Stück Amazonas

Die Region Madre de Dios ist Teil des Vilcabamba-Amboró-Korridors, der weltweit zu den größten Gebieten mit der höchsten biologischen Vielfalt gehört. Hier leben bedrohte Tierarten, wie z. B. Jaguar, Puma und, Brüllaffe sowie mehrere indigene Völker, von denen einige noch nie in Kontakt mit der Zivilisation getreten sind.

Doch ihr Lebensraum ist bedroht, u. a. durch ein Straßenbauprojekt, das die Atlantik- und Pazifikküste Südamerikas quer durch Brasilien und Peru verbinden soll. Der Bau begünstigt nicht nur die Zuwanderung in das ökologisch sensible Gebiet, sondern auch die damit verbundenen Entwicklungen wie Landbau, Viehzucht und massive Waldrodungen. Erste Auswirkungen sind bereits im fertigen brasilianischen Abschnitt zu spüren. Eine Fertigstellung der peruanischen Teilstrecke konnte bislang durch zahlreiche Widerstände von Umweltorganisationen und indigenen Gruppen verhindert werden.

Das Waldschutzprojekt im Detail

Seit 2009 schützt das Klimaschutzprojekt Madre de Dios ein 100.000 Hektar großes Gebiet und hilft den lokalen Gemeinden mit alternativen Einkommensquellen und Bildungsangeboten bei der nachhaltigen Bewirtschaftung. Das Ziel des Projekts besteht darin, den Wald langfristig zu erhalten und dafür zu sorgen, dass der Schutz des Waldes für die Menschen vor Ort wertvoller wird  als seine Abholzung.

Das Projekt ist mit dem Gold-Status des Climate, Community & Biodiversity Standards (CCBS) und dem Verified Carbon Standard (VCS) zertifiziert. Das bedeutet, dass es einen besonders hohen Beitrag zum Klimaschutz und zur Erhaltung der Biodiversität leistet. Pro Jahr werden rund 660.000 Tonnen CO2 aus der Atmosphäre gebunden, und auch die enorme Artenvielfalt im stark bedrohten Amazonas-Regenwald wird durch das Waldschutzprojekt gesichert. Zudem bietet es einen überdurchschnittlichen Nutzen für die lokalen Gemeinschaften, da durch die hohe Qualität der Ausbildung das Umweltbewusstsein der lokalen Bevölkerung nachhaltig gestärkt wird.

Neue Einkommensmöglichkeiten, z. B. in Form eines Kunsthandwerkprojekts für Frauen, bieten Alternativen zur Abholzung des Regenwaldes, und auch in den Bereichen Medizin, IT und Mobilität wird die Bevölkerung unterstützt.

Du möchtest wissen, wie Deine Unterstützung aussehen könnte? Erfahre mehr über deinen Beitrag beim Kauf unserer klimaneutralen Produkte.

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Unsere Klimaschutzprojekte stehen im Einklang mit vielen SDGs (= von der UN festgelegte Ziele für nachhaltige Entwicklung). Dieses Projekt konzentriert sich auf:

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